das ensemble

Das Ensemble COLORITO wurde im Rahmen des Aufbaustudiums “Historische Interpretationspraxis“ an der Frankfurter Musikhochschule gegründet. 

Die Liebe und Begeisterung für die sprühende Lebendigkeit, Differenziertheit und Farbenvielfalt der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts führte die Musiker des Ensembles, heute u.a. Mitglieder  des Opern- und Museumsorchesters Frankfurt, der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, des Balthasar-Neumann- Ensembles und Dozenten der Akademie für Tonkunst in Darmstadt, zusammen. 

Der Name des Ensembles hat seinen Ursprung in der venezianischen Renaissancemalerei. Ihren bedeutendsten Vertretern wie Tizian oder Tintoretto war die malerische Anlage und Farbgestaltung  “colorito“ wichtiger als der konstruierte Bildaufbau “disegno“, der vor allem in Florenz seine Anwendung fand.  So sucht  auch das Ensemble COLORITO eine über die bloße Darstellung der musikalischen Architektur und Konstruktion hinausgehende Interpretation durch die Ausarbeitung von musikalisch expressiven Farben als Affektträger.

Das Repertoire des Ensembles reicht von virtuoser italienischer Musik aus dem Frühbarock über die Werke des deutschen und französischen  Hochbarocks bis hinein in die Frühklassik.  Neben ihren zahlreichen Auftritten konzertiert das Ensemble COLORITO auch regelmäßig mit Sängern und Gastmusikern, um der Vielseitigkeit dieses breiten Repertoires gerecht zu werden

Katrin Ziegler – Barockcello

studierte zunächst an der „Hochschule für Musik“ in Würzburg und schloß ihr Studium in Frankfurt am Main an der „Hochschule für Musik und  Darstellende Kunst“ bei  Daniel-Robert Graf mit dem Künstlerischen Diplom ab. Von entscheidender Bedeutung für sie war ihr Studienaufenthalt bei Janos Starker in Bloomington, USA. Sie belegte diverse Meisterkurse u.a. bei Janos Starker, Hans-Christian Schweiker, Gerhard Mantel, Tomas Demenga, Michael Sanderling, Wen-Sinn Yang und Uzi Wiesel. Katrin Ziegler erhielt Aushilfsverträge in der Württembergischen Philharmonie, im Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und im Stuttgarter Kammerorchester. Ihre Liebe zur Alten Musik führte zu einem Aufbaustudium im Fach Barockcello bei Rainer Zipperling und Kammermusik bei Michael Schneider und Petra Müllejans an der Frankfurter Musikhochschule. Sie belegte Meisterkurse bei Phoebe Carrai und Markus Möllenbeck. Sie konzertiert solistisch und mit verschiedenen Barockensembles in Deutschland, Frankreich, Italien, der Schweiz und den USA. Es entstanden Fernseh- und Rundfunkaufnahmen, sowie zahlreiche CD-Einspielungen. Seit 2005 ist Katrin Ziegler Dozentin für Violoncello an der „Akademie für Tonkunst“ in Darmstadt.

Ute Riemer – Cembalo

studierte Klavier und Klavierpädagogik bei Bernhard Kontarsky an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Zudem erhielt sie Gesangsunterricht bei Gisela Pohl und  Michael Schopper. Nach Abschluß des Klavierstudiums folgte ein Cembalostudium bei Harald Hoeren im Fachbereich „Künstlerische Ausbildung“, ebenfalls an der Frankfurter Musikhochschule. Zusätzlich arbeitete sie im Bereich Kammermusik mit Michael Schneider und Karl Kaiser. Ihr Interesse an der Aufführungspraxis Alter Musik ergänzte sie mit Meisterkursen bei Robert Hill und Jesper Christensen. Sie konzertiert sowohl als Solistin als auch mit verschiedenen Ensembles. Ein anderer Schwerpunkt ihres künstlerischen Arbeitens ist ihre pianistische Lehrtätigkeit. 

Steffen Hamm – Barockvioline

studierte Violine und Kammermusik an den Musikhochschulen in Karlsruhe und Frankfurt/M bei J-W. Jahn und Susanne Stoodt und schloß 2000 mit Auszeichnung ab. Nach Aushilfsverträgen in den Orchestern des SWR und HR war er im Orchester des Staatstheaters Darmstadt engagiert und ist seit 2003 Mitglied der Badischen Staatskapelle Karlsruhe. Er studierte Barockvioline in Frankfurt bei Mary Utiger. Meisterkurse belegte er bei Monica Hugget, Hiro Kurosaki, Reinhard Goebel und Michi Gaigg. Er spielt in Barockensembles wie dem Stuttgarter Barockorchester, La Stagione Frankfurt, Balthasar-Neumann-Ensemble, Collegium cartusianum Köln und arbeitet mit Dirigenten wie Frieder Bernius, Peter Neumann, Michael Hofstetter und Thomas Hengelbrock zusammen. Er ist Mitbegründer und Konzertmeister des Karlsruher Barockorchesters.

Donata Wilken – Barockvioline

studierte Orchestermusik an den Hochschulen Karlsruhe und Köln, wo sie 2001 ihr künstlerisches Diplom ablegte. Im gleichen Jahr wurde sie Mitglied des Opern- und Museumsorchesters Frankfurt. Bereits im Studium widmete sie sich intensiv der Kammermusik. Sie besuchte zahlreiche Kammermusikkurse im In- und Ausland, u.a. im Schloß Weikersheim oder die Sommermusikkurse der „Idyllwild School of Music and the Arts“ (California/USA) , für die sie ein Stipendium erhielt. Außerdem war sie viele Jahre Mitglied des Schnitzler Quartetts. Besonders am Herzen liegt ihr jedoch die Beschäftigung mit Barockmusik, was sie in einem Aufbaustudium für historische Interpretationspraxis an der Hochschule für Musik in Frankfurt bei Prof. Petra Müllejans vertiefte. Dort arbeitete sie auch mit Michael Schneider und Helga Thöne zusammen, bei der sie einen Kurs über Bachs Solosonaten und obligaten Sonaten besuchte. Mit der Barockgeige ist sie seitdem in verschiedenen Ensembles und auch solistisch zu hören, u.a. Concerto grosso/ Ensemble Reinhold Friedrich, Johann Rosenmüller Ensemble und dem Ensemble Colorito, mit dem sie regelmäßig konzertiert. Sie arbeitete mit verschiedenen namhaften Dirigenten zusammen, z. B. Thomas Hengelbrock oder Ivor Bolton. Dabei entstanden CD, Rundfunk und Fernsehaufnahmen. Seit vielen Jahren unterstützt Donata Wilken aktiv die Kinder und Jugendförderung und gestaltet als Mitglied von „Laterna Musica“ Schulkonzerte, sogenannte „Ohrwurmkonzerte“, im gesamten Rhein-Main-Gebiet.

Monika Nußbächer-Opitz – Barockvioline

absolvierte ihre Violinstudien an den Hochschulen in Berlin (Ilan Gronich) und Frankfurt am Main (Dieter Vorholz und Walter Forchert).

Ihre musikalische Ausbildung ergänzte sie durch Teilnahme an internationalen Meisterkursen bei Nathan Milstein, Rony Rogoff und Walter Levin, sowie in der Orchesterakademie des Schleswig- Holstein- Musikfestivals unter Leitung von Sergiu Celibidache. Monika Nußbächer wurde Mitglied des Mutare Ensemble unter Leitung von Gerhard Müller-Hornbach, sowie des Bachkollegiums Stuttgart (Hellmuth Rilling). Nach dem Diplom, das sie 1990 mit „sehr gut“ ablegte, folgte die intensive Beschäftigung mit „Alter Musik“ und historischer Aufführungspraxis.  

Die Zusammenarbeit mit Thomas Hengelbrock (FreiburgerBarockorchester und Deutsche Kammerphilharmonie) und Michael Schneider (La Stagione Frankfurt) sowie die Begegnung mit Nikolaus Harnoncourt (Concentus Musicus Wien und am Mozarteum Salzburg) und Erich Höbarth (Quatuor Mosaique) waren für sie von entscheidender Bedeutung.

Monika Nußbächer-Opitz ist Gründungsmitglied des von Thomas Hengelbrock 1995 ins Leben gerufene „Balthasar-Neumann-Ensemble“,welches sich in kürzester Zeit zu einem international gefragten Klangkörper entwickelt hat. Ihre Mitwirkung bei zahlreichen Konzerten, Fernseh- und Rundfunkaufnahmen wird durch regelmäßige CD-Produktionen eindrucksvoll ergänzt.

Toshinori Ozaki – Theorbe, Barockgitarre

begann seine Musikerlaufbahn als Gitarrist und war bereits 1981 Preisträger beim Kyushu-Gitarrenwettbewerb (Japan). Er studierte „Alte Musik“ an der Musikhochschule in Osaka mit Hauptfach Laute , und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/M bei Yasunori Immamura.1998 schloß er mit dem Diplom ab.

Toshinori Ozaki konzertiert in ganz Europa, Japan und Taiwan  als  Solist und Continuospieler bei bedeutenden Festivals und an wichtigen Spielstätten.

Regelmäßige musikalische Zusammenarbeit verbindet ihn darüber hinaus mit namhaften Ensembles  wie  Camerata Köln, La Stagione Frankfurt. unter  Michael Schneider  ,  dem Ensemble Seaven Teares mit Michael Schopper ,  L´arpa festante München, Le Parlement de Musique (Martin Gester) und seinen Ensembles Viaggio Musicale und Ensemble d4,  mit denen er Opern- und  Rundfunkproduktionen sowie CD-Einspielungen machte.

Daja Leevke Hinrichs – Traversflöte

studierte Querflöte bei Mirjam Nastasi und Antje Gerlof und im Nebenfach Traversflöte bei Karl Kaiser an der Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau, sowie parallel dazu Musikwissenschaften und Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Nach ihrer Diplomprüfung in Freiburg setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main im Studiengang historische Interpretationspraxis mit dem Hauptfach Traversflöte bei Karl Kaiser fort. Das akademische Austauschprogramm ERASMUS führte sie für ein Jahr nach Den Haag an das Königliche Konservatorium, wo sie ihre künstlerische Ausbildung bei Wilbert Hazelzet vertiefte. Neben ihrem Studium besuchte Daja Leevke Hinrichs Meisterkurse bei Barthold Kuijken, Kate Clark und Laurence Dean. Konzerte führten sie durch Europa, in die USA und nach Russland. Neben ihrer Konzerttätigkeit arbeitet Daja Leevke Hinrichs als Dramaturgin und Journalistin.